Die Hornisse
Einordnung
| Aus der Wikipedia | |
| Unterordnung: | Taillenwespen (Apocrita) |
| Überfamilie: | Vespoidea |
| Familie: | Faltenwespen (Vespidae) |
| Unterfamilie: | Echte Wespen (Vespinae) |
| Gattung: | Hornissen (Vespa) |
Steckbrief
| Verbreitung: | in Europa bis zum 63° Nördlicher Breite, USA, Kanada, Asien, Madagaskar |
| Körpergröße: | Königin bis zu 35mm, Arbeiterin 18-25mm, Drohn 21-28mm |
| Lebenserwartung: | Arbeiterin 3 - 4 Wochen, Königin 1 Jahr |
| Nahrung: | Insekten, Nektar, Fallobst |
| Nestgründung: | April/Mai durch die Jungköniginn |
| Nistplatz: | Hohlräume |
| Volksstärke: | max. 400 - 700 Insekten |
| Paarung: | September/Oktober |
Biologie
Die Hornisse ist ein Volksbildendes Insekt. Es überwintern nur die Jungköniginnen, die im Herbst geschlüpft und begattet wurden. Diese Jungköniginnen suchen sich im Frühjar eine geeignete Niststelle und beginnen ganz allein mit dem Aufbau eines Nestes. Nachdem die ersten Arbeiterinnen, ebenfals Weibchen, geschlüpft sind übernehmen diese die meisten Arbeiten.
Hornissengift
Entgegen der Volkstümlichen Behauptung "7 Stiche töten ein Pferd, 3 einen Menschen" ist der Hornissenstich im allgemeinen ungefährlich. Gefährlich sind Hornissenstiche nur für Allergiker (2-3% der deutschen). Um einen Menschen, der nicht allergisch auf Hornissenstiche reagiert, zu töten sin 500 - 1000 Hornissenstiche nötig - Die Hornisse ist somit sogar weniger gefährlich als Wespen oder Bienen. Allerdings ist der Hornissenstich schmerzvoller, da diese eine größeren Stachel besitzt und das Hornissengift einen größeren Anteil des Neurotransmitters Acetylcholin, der den brennenden Schmerz erzeugt, enthält.
Nestbau
Im Frühjar beginnt die Jungköniginn mit dem Bau einens Nestes. Dazu wählt sie vorzugsweise eine Baumhöhle. Die Hornissen bauen in dieser Höhle dann ein Nest aus einer papierartigen Substanz, die durch das zerkauen von Holzfasern erzeugt wird. Das Nest ist nach unten geöffnet und durch diese öffnung fällt der im Nest anfallende Kot, immerhin die Reste von ca. 0,5kg Insekten, nach unten. Ist die Höhle zu klein um dem Nest ein weiteres Wachstum zu ermöglichen so kann es vorkommen, dass das Hornissenvolk das alte Nest verlässt und ein neues baut. Am Ende des Jahres stirbt das Altvolk und nur die Jungköniginnen überleben den ersten Frost. Das nun leere Nest wird im nächsten Jahr nicht mehr besiedelt.
Hornissen und Menschen
Hornissen sind scheue Tiere, die im Gegensatz zu Wespen auch nicht von süßen Backwaren angezogen werden und somit normalerweise auch nicht am Kaffeetisch stören. Da Hornissen bis spät in die Nacht hinein fliegen kann es vorkommen, dass sie zuweilen von hellen Lichtquellen angezogen werden. In diesen Fall hilft es einfach für kurze Zeit die Lichtquelle zu löschen, die Hornisse fliegt dann weiter. Jedoch lassen sich ornissen durch Anhauchen zum Stechen reizen.
Da Hornissen unter Naturschutz stehen, dürfen Hornissenneste selbst in unmittelbarer nähe des Hauses entfernt werden. Sollte es zu problemen mit Hornissen, die ihr Nest in einem Umkreis von bis zu 6m verteidigen kommen, so müssen diese von geschulten Personen nach erteilen einer Ausnahmegenemigung umgesiedelt werden.