Hauptdarsteller gesucht!

Eine Aktion in Oberschönenfeld


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Nach einer kurzen Begrüßung erläutert unsere Führerin Frau Strobel, um was es geht. Wir sollen uns vorstellen, unsere Gruppe sei nach einem Flugzeugabsturz oder ähnlichem in einem einsamen, unbewohnten und dichten Wald gelandet und wir müssten uns nun auf unsere eigenen Fähigkeiten verlassen bzw. gegenseitig helfen, um zu überleben.

Jeder greift sich auf Aufforderung einen kräftigen ca.1m langen Ast und los geht es in den Wald. Nachdem wir wenige Meter in diesem gegangen sind,sollen wir einen Kreis bilden und uns an den Händen fassen. Es wird jeweils nach eins und zwei durchgezählt. Alle Teilnehmer mit einer Eins sollen sich nun ganz weit zurücklehnen, alle mit einer Zwei weit nach vorne. Damit keiner umfällt, muss jeder seinen Partner wirklich gut festhalten. Anschließend wird im Gespräch miteinander erarbeitet,was der Sinn dieses Spieles ist. Nicht nur wir Menschen brauchen einander zum Leben,auch in der Natur gilt dies für Tiere,Pflanzen und ihre Lebensgrundlagen. Z.B.braucht ein Vogel Insekten zum Leben ,diese wiederum Pflanzen,welche Licht,Luft und Wasser benötigen usw.

Weiter geht es bergauf und vom Weg seitab in den Wald. Dort machen wir wieder Halt und sollen uns nun vorstellen,wir müssten eine tiefe Schlucht überqueren. Deshalb bauen wir eine Brücke,indem sich immer zwei Teilnehmer gegenüberstellen und ihre beiden Äste in beide Hände nehmen. Dann rücken alle eng zusammen,sodass eine Art Knüppelbrücke entsteht. Nun soll jeweils einer von unseren (leichteren) Mitspielern diese „Brücke“ überqueren,ob auf allen Vieren oder aufrecht und die Köpfe und Schultern der anderen als „Geländer“ benutzend. Ganz schön anstrengend, aber lustig!

Im Weitermarschieren zeigt Frau Strobel auf essbare Pflanzen wie Brennnesseln, wilde Möhre oder Löwenzahn oder macht uns vor, wie man aus Fichtenzapfen die winzigen essbaren Samen herausholen kann. Bis da unsere Gruppe satt würde!

Diese Überlegungen leiten zum nächsten Spiel einige Meter weiter über. Wir bilden wieder zwei Gruppen und erhalten je einen Eimer und kürzere Seile. Wir stellen uns vor,wir wollten Nahrung (= Fichtenzapfen) sammeln und im Eimer vor wilden Dieben (Affen ?) in Sicherheit bringen. Also muss jede Gruppe erst einmal mit Hilfe der Seile ihren Eimer hoch über dem Erdboden an einem Ast befestigen. Dann hat jede genau eine Minute Zeit, soviele Zapfen wie nur möglich von unten in den Eimer zu zielen. Welche Gruppe hat mehr gesammelt?

Gegen den Hunger haben wir jetzt also etwas getan,aber der Durst soll auch noch gestillt werden. Bei unserem Marsch durch den Wald gelangen wir tatsächlich bald an eine Quelle. Wie aber das Wasser in die beiden Plastikflaschen füllen,die wir nur (von Frau Strobel ) haben? Wieder treten die zwei Gruppen in Wettstreit,welche wohl als erste die Flasche mit Händen vollgeschöpft hat.

Da wir jetzt tatsächlich Hunger und Durst bekommen haben,wollen wir beides auch in der Wirklichkeit „beheben“und machen an einem sehr schönen Brotzeitplatz Rast. Wie gut,dass wir Butterbrezen und Äpfel mitgebracht haben und so keine Fichtensamen,Brennnesseln oder gar Maden und Regenwürmer verputzen müssen! Die Würmer werden darüber wahrscheinlich auch froh sein.

Nach der Stärkung ist gerade noch Zeit für zwei Aktionen. Wir sollen einen Verletzten (einen aufgeblasenen Typen namens Wasserball) auf einer Trage (kleiner Tauchring) mit Hilfe der Seile vorsichtig und ohne dass der arme Ball herunterrollt zu einem Hubschrauberlandeplatz (=Baumstumpf) tragen. Gar nicht so leicht!

Um zu testen,wie schnell wir vor einem gefährlichen Feind flüchten könnten,folgt ein allerletztes Spiel. Alle bilden einen Kreis und stellen ihren Stock senkrecht vor sich hin. Auf einen Pfiff der Spielleiterin hin muss jeder einen Schritt nach rechts tun ,vorher seinen Stock loslassen und den des Nachbarn festhalten. Wessen Stock umfällt, der muss ausscheiden (und wird von den Raubtieren erlegt..)

Um es den letzten „Überlebenden“ noch zu erschweren,muss nun bei einem Pfiff nach rechts,bei einem Doppelpfiff nach links gewechselt werden. Schließlich gibt es natürlich nur noch einen Überlebenden!

Gottseidank machen sich aber in Wirklichkeit jetzt alle wohlbehalten auf den Rückweg zum Ausgangspunkt .Unterwegs entdeckt man sogar noch eine kleine Eidechse und kann sich auf dem schönen Spielplatz etwas austoben. Ein toller Vormittag mit (fast)echten Abenteuern ist zu Ende.

© Elisabeth Hoffmann
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